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Der technologischen Entwicklung stellen

Wir werden in den nächsten Jahren einen technologischen Fortschritt erleben, der alles Bisherige in den Schatten stellen wird. Beispiel Computer: In den letzten 50 Jahren hat sich deren Leistung alle 20 Monate verdoppelt. Es hört nicht auf. Schon in zwei Jahren wird die ohnehin schon hohe Leistungsfähigkeit von Computern und Handys nochmals verdoppelt werden. Es liegt am Wesen jeder exponentiellen Funktion, dass die Kurve langsam ansteigt, um dann steil nach oben zu schießen.

Mittlerweile befinden wir uns an diesem Knick. Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten und wird alle unserer Lebensbereiche in einem für uns kaum vorstellbaren Ausmaß verändern. Ähnlich bei der künstlichen Intelligenz (KI): Schon heute spielen Computer dank KI besser Schach, Go oder Poker als amtierende Weltmeister, werden Maschinen durch Sprache gesteuert, können Handys gesprochene Worte in Texte umwandeln und in alle möglichen Sprachen übersetzen. Mithilfe der Bilderkennung werden Verkehrsschilder, Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer erfasst. Das autonome Fahren ist in greifbarer Nähe.

KI ist zum Beispiel jetzt schon in der Lage, die genetischen Informationen von Patienten mit den Daten von 20 Millionen klinischen Krebsstudien zu vergleichen und verblüffend zielsichere Diagnosen zu erstellen.  Ähnlich bei der Auswertung von Röntgenbildern. Ein Radiologe hat im Laufe seines Lebens vielleicht Tausende von Bildern gesehen und ausgewertet, ein KI-System hingegen hat zig Millionen Bilder samt den tatsächlichen Krankheitsverläufen und den damit verbundenen Diagnosen gespeichert.

Am Schluss bleibt die spannende Frage, ob wir diese Entwicklung aktiv mitgestalten und mitentwickeln oder einfach passiv nutzen oder gar von ihr überrollt werden. Aufzuhalten ist sie jedenfalls nicht.

04.11.2017

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Willi Gantner

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