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Zehn Milliarden Euro, ein neuer Rekord

Ein Plus von sieben Prozent bei den Ausfuhren in der ersten Jahreshälfte 2017 lassen Vorarlberg auf eine neue Rekordmarke bei den Exporten zusteuern.

Kurz nach Erscheinen des Artikels „Exportland Vorarlberg: Gegenwart und Zukunft“ in „Thema Vorarlberg“ unterstreichen aktuelle Daten die Bedeutung des Außenhandels für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg. Die neuesten Zahlen, veröffentlicht von der Landesstelle für Statistik, zeigen: Beim Gesamtwert der Ausfuhren aus Vorarlberg in den Monaten Jänner bis Juni 2017 wurde eine neue Rekordmarke erreicht. Der Wert stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um sieben Prozent, konkret von rund 4,8 Milliarden Euro auf rund 5,1 Milliarden Euro. Die Einfuhren stiegen im gleichen Zeitraum um nur 4,5 Prozent auf rund 3,6 Milliarden Euro. Hans Peter Metzler, Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV), erklärt: „Wir sind als kleines Land auf den Handel mit anderen Ländern angewiesen. Ein möglichst ungehinderter Zugang zu Auslandsmärkten sowie stabile Rahmenbedingungen sind vor allem für unsere Klein- und Mittelbetriebe entscheidend.“

WKV-Umfrage zum Export

Das bestätigt auch eine Umfrage der Wirtschaftskammer Vorarlberg unter 240 Exportunternehmen. Auf die Frage nach der größten Herausforderung beim Export gaben über 46 Prozent Steuern, Abgaben und Zölle als Antwort. 42 Prozent sehen in der Bürokratie die größte Hürde, immerhin über 34 Prozent beurteilen Marktzugang und Marktbeschränkungen als die größte Barriere. Dennoch wollen rund 40 Prozent der befragten Unternehmen künftig neue Märkte, vor allem in Asien, Europa und Amerika bearbeiten. „Mit dem weltweit zweitgrößten internationalen Netzwerk, der Außenwirtschaft Austria, verfolgen wir das Ziel, proaktiv neue Chancen aufzuspüren, unseren Unternehmen den Zugang zu Top-Universitäten und weltweiten Innovations-Hotspots zu ermöglichen und sie dabei zu unterstützen, innovative Produkte zu exportieren. Das gelingt uns auch, steuern wir doch auf eine neue Jahresrekordmarke von über zehn Milliarden Euro bei den Exporten zu.“

Negative Überraschung ist aber die USA. Erstmals seit Jahren verzeichnet Vorarlberg wieder einen Rückgang bei den Exporten (-4,8 Prozent). WKV-Präsident Metzler: „Da könnte sich die protektionistische US-Politik von Präsident Donald Trump bereits bemerkbar gemacht haben. Das wiederum zeigt die Bedeutung von guten und fairen Handelsabkommen, denn diese schaffen die Rahmenbedingungen für die internationalen Wirtschaftsaktivitäten unserer Unternehmen. Sie dienen dem Abbau von Zöllen und der Beseitigung von ungerechtfertigten bürokratischen Hürden im Handel.“ Positiv haben sich die Exporte wieder nach China (+42,5 Prozent), Russland (+19,3 Prozent) und die Türkei (+15,1 Prozent) entwickelt.

Mit den Partnerländern in der Europäischen Union hat die Vorarlberger Wirtschaft den größten Teil ihrer Außenhandelsgeschäfte abgewickelt. Von Jänner bis Juni 2017 wurden Waren im Wert von rund drei Milliarden Euro (Plus von 6,5 Prozent) in EU-Mitgliedsstaaten verkauft – das entspricht rund 59 Prozent des gesamten Volumens im 1. Halbjahr 2017. Bei den Einfuhren ist der Anteil der Länder aus der Europäischen Union mit 66 Prozent noch größer. Insgesamt wurden von EU-Ländern Waren im Wert von rund 2,4 Milliarden Euro (+5,4 Prozent) ins Land eingeführt. Der Handelsbilanzüberschuss beträgt 610 Millionen Euro.

03.02.2018

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