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Aspekte der Wirklichkeit - Von Wahrheit, alternativen Fakten und einem Hut namens Trilby

Thomas Metzler | 01.04.2017
Es ist so eine Sache mit der Wahrheit. Die einen vermuten sie in den mathematischen Zeichen und Symbolen, die anderen ziehen im Namen Gottes für sie in den Krieg. Für einen glühenden Fußballanhänger offenbart sie sich auf dem grünen Rasen, für die alten Germanen liegt sie im roten Rebensaft. Und dem Kater, der mich seit dem vergangenen Sommer regelmäßig auf meiner Terrasse besucht, ist sie mit großer Wahrscheinlichkeit völlig egal.

Hopper, mein Buick und ich

Gerald A. Matt | 01.04.2017
Edward Hoppers Bilder von Motels, Tankstellen, Bars und Großstadtszenerien machten ihn zu dem Chronisten der amerikanischen Zivilisation. Mit seinem kühlen melancholischen Realismus thematisiert er die Einsamkeit und Entfremdung des modernen Menschen. Als Gerald Matt eine Hopper-Ausstellung vorbereitete, wollte das Yale Museum ein für das Verständnis von Hopper zentrales Werk „Western Motel“ partout nicht verleihen. Nahe daran, nach zwei abschlägigen Bittbesuchen in New Haven das Ausstellungsprojekt aufzugeben, schrieb Matt an den Direktor. Es gäbe drei zwingende Gründe, das Werk zur Verfügung zu stellen: 1.) die Ausstellung eröffne am 3. November, Matts Geburtstag, 2.) Der Titel der Ausstellung wäre Western Motel und 3.) Matt verfüge über denselben Wagentypus, nämlich einen Buick Roadmaster aus dem Jahre 1957, den Hopper abgebildet habe. Der Museumsdirektor antwortete prompt: „Congratulation, your arguments were convincing.“ („Glückwunsch, Ihre Argumente waren überzeugend.“)

Die Neuburg – eine der ältesten Burgen des Landes und Habsburgs erster Stützpunkt in Vorarlberg

Alois Niederstätter | 04.03.2017
Burgen zählen – ob erhalten oder als Ruinen – zu jenen Relikten, die das Mittelalter am unmittelbarsten repräsentieren. In Vorarlberg gab es mindestens 32 solcher Adelssitze, von denen heute nur mehr vier nach zahlreichen Umbauten bewohnt beziehungsweise bewirtschaftet werden.

Gabriele Gmeiner pflegt altes Handwerk auf höchstem Niveau

Sabine Barbisch | 04.03.2017
Was Opernstars wie Anna Netrebko, Prinzen aus Bahrain und Banker aus London verbindet? Sie alle reisen nach Venedig, um sich Maßschuhe von der Wolfurterin Gabriele Gmeiner anfertigen zu lassen. Als eine der letzten Maßschuhmacherinnen Italiens hat sie ihren Namen zu einer Marke gemacht.

„Humor ist auch eine Waffe“

Gerald A. Matt | 04.03.2017
Erwin Wurm zählt zu den erfolgreichsten Gegenwartskünstlern und vertritt Österreich bei der heurigen Biennale Venedig. Seine Arbeit gilt der Erweiterung der herkömmlichen Vorstellungen von Skulptur. Ruhm erlangte er durch seine „One Minute Sculptures“, die den Betrachter auffordern, durch bestimmte vorgegebene Bewegungen und Positionen selbst für kurze Zeit zum Kunstwerk zu werden. Mit seinen übergewichtigen „Fat Cars“ und seinem sensationellen, auf das Mumok aufgesetzte Haus zeigte Wurm, dass gute Kunst auch Spaß machen kann. Gerald Matt sprach mit ihm über sein künstlerisches Werk und versuchte, ihm seine Ideen für die Biennale Venedig zu entlocken.

Eine kleine Geschichte der Gier

Christoph Fleischmann | 04.02.2017
Nach der Finanzkrise wurde die alte Todsünde wieder hervorgeholt: Die schon reichlich angestaubte Habgier fand, sprachlich etwas knapper gehalten, als Gier den Weg in die Schlagzeilen: »Die Gier de

Der Matador – ein Foto von Inge Morath

Gerald A. Matt | 04.02.2017
Diesmal präsentiert Ihnen Gerald A. Matt eines seiner Lieblingsfotos, das Bild des Stierkämpfers Antonio Ordonez. Eine Arbeit von Inge Morath, der er 1999 eine große Retrospektive in der Kunsthalle Wien widmete. Morath gehört zu den herausragenden österreichischen Fotografen. Ab 1953 arbeitete sie als eine der wenigen Frauen für die bedeutende Fotoagentur Magnum, außerdem für Zeitschriften wie Vogue und Paris Match. Weltweit bekannt sind Ihre während der Dreharbeiten von Misfits gemachten Fotos von Marylin Monroe. Dabei lernte sie auch den Schriftsteller Arthur Miller kennen, mit dem sie verheiratet war. Foto und Text erzählen von der Faszination des Stierkampfes.

„In jeder Figur steckt etwas von mir“

Herbert Motter | 04.02.2017
Der österreichische Schriftsteller Peter Turrini (72) spricht im Interview mit „Thema Vorarlberg“ über veränderte Aufgaben des Theaters, die politische Verantwortung von Literatur, über den schizophrenen, aber höchst vergnüglichen Vorgang des Schreibens, und darüber, dass digitale Kommunikation automatisch eine „Deppensprache“ nach sich zieht.

Franz-Karl Kaufmann „Ein Leben ohne Kuchen ist kein Leben“

Sabine Barbisch | 04.02.2017
Nach seiner Ausbildung als Bäcker und Konditor hat der Bregenzerwälder Franz-Karl Kaufmann seine persönliche Liebe zum Reisen mit seinem Beruf verknüpft und Menschen von Zürich bis Abu Dhabi und von London bis Sri Lanka mit seinen süßen Kreationen beglückt. Nach vielen Jahren als Chefpatissier in Hamburg und Berlin wagte er 2011 den Schritt in die Selbstständigkeit. Die Idee der „franz-karl Kuchenkultur aus Österreich“ in der deutschen Hauptstadt war geboren.

Das Telefonbuch – Zeuge einer Epoche

Thomas Feurstein | 04.02.2017
Dornbirn hatte sich geschmückt, um 1881 Kaiser Franz Joseph I. bei seinem Besuch gebührend zu empfangen. Vom Bahnhof gelangte er mit der Kutsche ins Gütle, von wo aus er mit dem Büro der Firma Hämmerle im Oberdorf telefonierte. Der erste Schritt in eine neue Ära der Kommunikation war getan, denn es handelte sich um den ersten Telefonanruf im Kaiserreich.
26.04.2017
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