Bettina Steindl

Projektleiterin Bewerbungsbüro Kulturhauptstadt Europas 2024

Europa wir kommen! Kulturhauptstadt 2024

März 2019

Wir haben schon alles. Wir brauchen das nicht, Frau Steindl.“ Diesen Satz habe ich im letzten Jahr ständig gehört. Ich bin anderer Meinung. Ich denke anders über das Haben nach, über das Können und das Wollen. Ich finde, der einzelne Mensch und die Gesellschaft sollten sich noch viel mehr mit Kunst und Kultur auseinandersetzen. Dabei geht es uns im Bewerbungsprozess vor allem um die Alltagskulturen. Die Kultur des miteinander Lebens, Arbeitens, Redens und Seins zum Beispiel. Eine Kultur der Wissensvermittlung zwischen den Generationen, die offen mit Themen wie Integration, Migration, Diversität und Nachhaltigkeit umgeht.

Gestern wurde mir die Frage gestellt, wann ich in meinem Beruf diesen ganz besonderen Glücks- und Zufriedenheitsmoment erlebe. Immer dann, wenn ich umsetzen kann, was ich während meines Wirtschaftsstudiums als USP meiner selbst definiert habe: Ich erkenne und spüre den Sinn von Kunst und Kultur deutlich und kann ihn für andere übersetzen. Die positiven Kennzahlen, die Kulturwirtschaft für Städte, Regionen, Länder, Institutionen, Vereine und letztlich jeder und jedem Einzelnen bringen, sind wissenschaftlich erhoben. Sie belegen, was wir im Rahmen unserer Bewerbung behaupten: Kunst und Kultur sind ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor, wenn es darum geht, Lebensraum zu schaffen, Zukunft zu gestalten, einen Standort zu positionieren und letztlich auf der großen Bühne Europas eine Rolle zu spielen. Deshalb und aus vielen weiteren Gründen stehe ich mit voller Überzeugung, mit Tatendrang und Mut persönlich und als Professionalistin hinter der Bewerbung von Dornbirn plus Feldkirch, Hohenems und dem Bregenzerwald als Kulturhauptstadt Europas 2024: Begehen wir gemeinsam einen „Outburst of Courage“! Zeigen wir Europa, dass wir unsere Zukunft aktiv gestalten – über und mit den Mitteln der Kunst! Europa, wir kommen!