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Vorarlbergs Wirtschaft ist weiter auf Kurs

In allen Bereichen – Produktion, Tourismus, Beschäftigung – ist die aktuelle wirtschaftliche Situation Vorarlbergs durch Stabilität auf hohem Niveau geprägt. Das geht aus dem aktuellen Wirtschaftsbericht 2017/18 hervor.

Vorarlberg hat sich in den letzten Jahren – getragen von starken unternehmerischen Leistungen – sehr gut entwickelt. Die wirtschaftliche Leistung, die unsere Unternehmen gemeinsam mit ihren Mitarbeitern Tag für Tag erbringen, ist der Motor und Garant für den heutigen Wohlstand. Im vergangenen Jahr ist die österreichische Wirtschaft nach Berechnungen des WIFO und des IHS gegenüber 2016 kräftig um real 2,9 Prozent gewachsen. Vorarlbergs Wirtschaft legte 2017 um 2,2 Prozent zu und erzielte damit ebenfalls einen Wert jenseits der Zwei-Prozent-Marke. Vorarlbergs Industrie vermochte es, die Produktion ausgehend von einem sehr hohen Niveau stabil zu halten, das Vorarlberger Gewerbe und Handwerk konnte zudem eine Steigerung des Produktionswertes erzielen. Dabei waren vor allem die Herstellung von Metallerzeugnissen und die Bauwirtschaft wesentliche Wachstumstreiber in Vorarlberg. Aber auch der Vorarlberger Einzelhandel erzielte 2017 wieder ein überdurchschnittliches Umsatzplus. Und auch die Dienstleistungsbranche konnte weitere Zuwächse verzeichnen, wenn diese auch diesmal leicht hinter dem Österreich-Durchschnitt zurückblieben.

Weiter erfreulich entwickelt sich im laufenden Jahr der Arbeitsmarkt. Laut aktuellem AMS-Bericht waren im Mai 2018 in Vorarlberg 163.116 Menschen unselbstständig beschäftigt (+2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) und 9264 arbeitslos vorgemerkt (-4,9 Prozent). Gegenüber dem Vormonat April verringerte sich die Zahl vorgemerkter Arbeitsloser mit dem Beginn der Sommersaison im Fremdenverkehr sowie den Außenberufen (Land- und Forstwirtschaft, Bau) um 1080 (-10,4 Prozent). Mit einer Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent liegt Vor­arlberg in Österreich nur hinter Oberösterreich (4,3 Prozent) und Salzburg (4,9 Prozent). Aktuelle Arbeitsmarktdaten des AMS deuten darauf hin, dass Vor­arlberg sich in Richtung Vollbeschäftigung bewegt. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,4 Prozent. Am stärksten zurückgegangen ist sie zuletzt bei der Gruppe der über 50-Jährigen. Dass 20 Prozent der arbeitslos Gemeldeten schon eine Einstellungszusage haben, ist ein weiteres positives Signal.

Einer der stärksten Produktionsstandorte

Die Sachgüterproduktion befindet sich allgemein in Österreich in einer Hochphase. Vorarlberg gehört dabei gemeinsam mit Oberösterreich nach wie vor zu den stärksten Regionen. Der Produktionsindex der abgesetzten Produktion konnte mit einem Plus von 3,7 Prozent auch 2017 weiter gesteigert werden, österreichweit gab es sogar eine Zunahme um 4,3 Prozent. Von einem sehr hohen Niveau ausgehend trug in Vorarlberg vor allem die Herstellung von Metallerzeugnissen (+6,5 Prozent) wesentlich zur weiteren Steigerung bei. Ausgeweitet wurde auch die Herstellung von Getränken (+9,3 Prozent), Textilien (+4,8 Prozent) sowie Gummi- und Kunststoffwaren (+11,2 Prozent). Die Industrieproduktion, die über mehrere Jahre konstant zugelegt hat, musste 2017 erstmals wieder einen geringfügigen Rückgang verzeichnen (-0,7 Prozent) und stagniert damit auf hohem Niveau.

Erfreulich fällt auch die Bilanz der Vorarlberger Bauwirtschaft aus. Das Wachstum der Bauunternehmen liegt regional unterschiedlich im zweistelligen Bereich – vor allem Bauprojekte von Industrie und Gewerbe füllen die Auftragsbücher, aber auch der Wohnbau mit dem gemeinnützigen Wohnbau an der Spitze sowie Tiefbauprojekte sind im ganzen Land zu finden. Mit einem Auftragsstand von mehr als 25 Wochen ist Vorarlberg derzeit österreichweit führend. Als größte Herausforderungen werden von den Unternehmen der Fachkräftemangel, der stärkere internationale Wettbewerb mit dem Druck auf die Verkaufspreise sowie geopolitische Unsicherheiten genannt.

Investitionsabsichten verhalten

Der Investitionstest des Instituts für Wirtschaftsforschung zeigte im Herbst 2017 für Vorarlberg eine geplante Zunahme der Investitionen für 2018 von 4,6 Prozent. Die Investitionsabsichten bleiben daher vorerst weiterhin verhalten, was auch unmittelbar mit den beschriebenen Herausforderungen beziehungsweise damit verbundenen Unsicherheiten zusammenhängen dürfte.

07.07.2018

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