Christina Meusburger

Begleitung im Markenentwicklungsprozess

(Foto: © Elke Lenz)

Kultur als Chance für uns alle

Juli 2021

Der Vorarlberger Musikpreis „Sound@V“ wird am 9. Juli 2021 im Rahmen des Poolbar Festivals verliehen.
Die Idee dazu stammt von Herwig Bauer und ist in einer Umgebung entstanden, in der kooperativ gestaltet wird.

Als Gründer und Geschäftsführer der Poolbar ermöglicht Herwig Bauer seit über 20 Jahren jungen Talenten, ihre Kreativität zu zeigen und Neues zu entwickeln. „Beim Poolbar Festival haben wir mit dem Poolbar Generator, dem Labor für Festivaldesign, eine Antithese zum Wettbewerbs-Unwesen geschaffen: Hier wird kooperativ an gestalterischen Konzepten gearbeitet.“ Auch den Sound@V betrachtet er nicht als Wettbewerb, sondern vielmehr „als Möglichkeit, die unglaubliche Vielfalt, Professionalität und Qualität des Musikschaffens in Vorarlberg sichtbar zu machen.“ 
Gemeinsam mit dem ORF Vorarlberg, der Marke Vorarlberg und dem Wann &Wo konnte die Idee im letzten Jahr zum ersten Mal Realität werden, und zwar mit Erfolg! Über 69 Einreichungen zeugen beispielsweise in diesem Jahr davon. Bauer: „Mir geht es darum, dass man im Land, in dem man „was Ghörigs“ machen muss, auch den Beruf des Musikers als Option schätzt. Und was mir dabei besonders wichtig ist: Ich will nicht die glattgebürsteten, gefallsüchtigen, konventionellen Bands sichtbar machen, sondern auch und vor allem die, die ihren eigenen Weg gehen, die, die was zu sagen haben, sollen gehört und gesehen werden“, betont Bauer.
Dass er damit auch die Stärken einer Marke Vorarlberg mittransportiert, ist ein Glück. Das Bundesland mit der höchsten Dichte im Musikschulwesen, in dem es mehr Kapell- als Bürgermeister gibt, ist auch in der Pop- und Rockszene äußerst lebendig und innovativ. Der Jazzbereich spricht für sich, hier entwickeln sich Potenziale rund um Bezau Beaz, muscon Firobad Jazz, dem Vorarlberger Jazzorchester und etablierten Reihen in Dornbirn und Lustenau. 

Konstruktiv und positiv
Herwig Bauer über sein Team und seine Partner*innen: „Wir sind in der glücklichen Lage, Dinge auszuprobieren, Neues zulassen zu können. Das macht Freude, das macht Sinn, und vielleicht bewirkt es auch hie und da Gutes. Mehr kann man sich als Antrieb nicht wünschen. Und natürlich wollen wir uns weiter verbessern und aus Fehlern lernen. Nicht zuletzt haben wir ein tolles, konstruktives Team mit einer sehr positiven Grundeinstellung, gutem Teamgeist und gleichzeitig seriösen Zugängen. Ich weiß diese spezielle Konstellation sehr zu schätzen.“
Diese besondere Mischung an Kreativität und Bodenständigkeit war es vermutlich auch, die Herwig Bauer vor drei Jahren ins Entwicklungsteam der „Marke Vorarlberg“ gebracht hat. Gemeinsam mit 29 weiteren Visionären bzw. Experten hat er in sechs Workshopeinheiten ein Zukunftsbild für das Land entwickelt: „2035 ist Vorarlberg der chancenreichste Lebensraum für Kinder.“ 
Aus seiner persönlichen Sicht darf sich das Wort „Chance“ hier aber nicht auf rein Materielles beziehen. „Es geht auch um niederschwellige Zugänge aller Menschen in Vorarlberg zu allen Bereichen der Gesellschaft, egal, welche Voraussetzung sie mitbringen. Verkürzt dargestellt: Es geht nicht um Geld, sondern um Glück. Und ein ,Kind‘ ist in diesem Kontext für mich nicht nur ein junger Mensch, sondern jeder Mensch, und besonders, wenn er über Neugier, Unvoreingenommenheit und Begeisterung verfügt“, erklärt Bauer. Für Vorarlberg wünscht er sich, „dass auch denen, die nicht allen Konventionen entsprechen, mit Respekt und Offenheit begegnet wird. Mehr noch: Dass sie motiviert und gefördert werden. Das wird Land und Leuten gut tun!“

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