Gerald A. Matt

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Gerald A. Matt

Kunstmanager, Publizist und Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst Wien

„Die Welt ist, was mich zu Fall bringt“

Kultur | 03.06.2017

Gerald A. Matt sprach mit dem Schriftsteller und Publizisten Franz Schuh anlässlich seines 70. Geburtstages über Eitelkeit, Freiheit, Verzicht, Philosophie und „Sämtliche Leidenschaften“. Franz Schuh ist einer der führenden und unkonventionellsten Denker Österreichs, einer, der intellektuelle Kapriolen schlägt, der Welt mit anhaltender Skepsis begegnet und das Paradoxe liebt. Schuh sagt über sich selbst: „Ich habe den Sinn für die Negation körperlich und geistig eingebaut“ – und bezeichnet sich auch als Anhänger einer „nicht resignativen Melancholie“.

Le Surréalisme, c’est moi!

Kultur | 01.07.2017

Visionär, Exzentriker, Provokateur, Wahnsinniger, Genie: Wie kaum ein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts löste Dalí mit seinem Werk und seinem provokanten Auftreten die Grenze zwischen Kunst und Leben, Hoch- und Populärkultur, Avantgarde, Kitsch und Kommerz auf. Seine Vision des Surrealismus als die ästhetische Verschmelzung von Traum und Wirklichkeit, die sich in Wahnbildern und Fieber- und Rausch-Zuständen äußerte, setzte er in nahezu allen künstlerischen Medien und darüber hinaus in der Inszenierung seiner selbst ein. Gerald Matt stellt eines seiner wichtigsten Werke vor und weist auf die Aktualität und Wirksamkeit Dalís jenseits von Klischees, Postkartenkitsch und hemmungsloser Vermarktung auch für heutige Kunst hin.

„Diplomatisch zu sein, ist nicht unsere Aufgabe“

Kultur | 06.05.2017

Gerald A. Matt sprach mit Tobias Moretti (58) über Theater, Film, Oper, Kunst und seine Welt. Tobias Moretti ist nicht nur ein brillanter Ausnahmeschauspieler, sondern auch ein Grenzüberschreiter und Abenteurer, der vom Theater über die Oper bis zum Motorradsport und der Viehzucht immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist.

Hopper, mein Buick und ich

Kultur | 01.04.2017

Edward Hoppers Bilder von Motels, Tankstellen, Bars und Großstadtszenerien machten ihn zu dem Chronisten der amerikanischen Zivilisation. Mit seinem kühlen melancholischen Realismus thematisiert er die Einsamkeit und Entfremdung des modernen Menschen. Als Gerald Matt eine Hopper-Ausstellung vorbereitete, wollte das Yale Museum ein für das Verständnis von Hopper zentrales Werk „Western Motel“ partout nicht verleihen. Nahe daran, nach zwei abschlägigen Bittbesuchen in New Haven das Ausstellungsprojekt aufzugeben, schrieb Matt an den Direktor. Es gäbe drei zwingende Gründe, das Werk zur Verfügung zu stellen: 1.) die Ausstellung eröffne am 3. November, Matts Geburtstag, 2.) Der Titel der Ausstellung wäre Western Motel und 3.) Matt verfüge über denselben Wagentypus, nämlich einen Buick Roadmaster aus dem Jahre 1957, den Hopper abgebildet habe. Der Museumsdirektor antwortete prompt: „Congratulation, your arguments were convincing.“ („Glückwunsch, Ihre Argumente waren überzeugend.“)