Kunstmanager, Publizist und Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst Wien
Gerald A. Matt
Die Sehnsucht der Fotografin
Das Flatz Museum zeigt als erstes Museum – noch bis 13. Jänner 2018 – Arbeiten von Elfie Semotan zum Thema Stillleben. Gerald Matt ist Kurator der Ausstellung von Österreichs wohl international bekanntester Fotografin. Er findet, dass die Künstlerin ihre Meisterschaft und Sensibilität in der Porträtfotografie in ihren Stillleben fortführt und mit ihrem sensiblen Blick auf das Alltägliche letztlich als Abwesende sich selbst und ihr Leben ins Bild setzt. Ein Text zu Stillleben, Leben und Werk von Elfie Semotan.
Die Reise oder über die Kunst des Entschwindens
Gerald Matt liebt das Unterwegssein; ankommen, um abzureisen, lautet seine Devise. Für ihn ist die Reise auch eine Kunst des Entschwindens; ein schönes, aber untaugliches Mittel, der vergehenden Zeit zu entkommen. Von der Geschichte des Reisens, von Hoffnung und Enttäuschung, Hotels und einer Bordkapelle handelt sein Text.
Eine Form des Widerstandes gegen die allgegenwärtige Gewalt
Die iranisch-amerikanische Künstlerin und Filmemacherin Shirin Neshat (60) setzt sich in ihrem Werk vor allem mit der Rolle der Frau in der muslimischen Welt auseinander. Mit der Fotoserie „Women of Allah“ gelang ihr der Durchbruch, mit ihrem Spielfilm „Women Without Men“ gewann sie den Regiepreis der Filmfestspiele Venedig. Die von ihr für die Salzburger Festspiele inszenierte Oper „Aida“ mit Riccardo Muti und Anna Netrebko wurde zum Opernereignis des Jahres. Gerald Matt sprach mit Shirin Neshat, deren Arbeit er Anfang nächsten Jahres gemeinsam mit Thomas Häusle im Kunstraum Dornbirn präsentieren wird.
„Die Welt ist, was mich zu Fall bringt“
Gerald A. Matt sprach mit dem Schriftsteller und Publizisten Franz Schuh anlässlich seines 70. Geburtstages über Eitelkeit, Freiheit, Verzicht, Philosophie und „Sämtliche Leidenschaften“. Franz Schuh ist einer der führenden und unkonventionellsten Denker Österreichs, einer, der intellektuelle Kapriolen schlägt, der Welt mit anhaltender Skepsis begegnet und das Paradoxe liebt. Schuh sagt über sich selbst: „Ich habe den Sinn für die Negation körperlich und geistig eingebaut“ – und bezeichnet sich auch als Anhänger einer „nicht resignativen Melancholie“.



