Kunstmanager, Publizist und Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst Wien
Gerald A. Matt
„Letzte Lockerung“
Diesmal lege ich Ihnen eines meiner Lieblingsbücher ans Herz: „Letzte Lockerung, oder ein Handbrevier für Hochstapler oder solche, die es werden wollen.“ Das legendäre dadaistische Manifest von Walter Serner ist eine ebenso zynische wie hochvergnügliche Absage an die Werte einer durch die Gräuel des ersten Weltkriegs diskreditierten bürgerlichen Gesellschaft und gleichzeitig ein Plädoyer für ein von gesellschaftlichen Konventionen befreites Leben voller Abenteuer und Überraschungen, ein Buch, in dem die Welt Kopf steht, ein Hund eine Hängematte ist, Weltanschauungen Vokabelmischungen sind und an dessen Ende Serner dem Kosmos einen Tritt verpasst.
„Zahlen haben keine Mundart“
Gerald Matt sprach mit Siegfried Menz, dem erfolgreichen Chef des Brauerei- Konzerns Ottakringer. Der Vorarlberger Menz entstammt der Mohrenbräu-Familie und ist nicht nur ein leidenschaftlicher Bierbrauer , sondern auch ein engagierter Freund von Kunst und Kultur. Mit scharfer Kritik an den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen in unserem Land erweist sich Menz auch als kritischer und besorgter Bürger.
Von einer Zeitreise durch die Alpen und einem Ausflug ans Ligurische Meer
Gewöhnlich berichte ich Ihnen von herausragenden Kulturevents oder spreche mit herausragenden Vorarlberger Persönlichkeiten aus dem Kunst- und Kulturleben. Diesmal jedoch – am Ende der sommerlichen Ferienzeit – möchte ich Sie auf eine kleine Zeit- und Herbstreise durch die Vorarlberger und Tiroler Alpen und als eine kleine Zugabe auf einen Ausflug an die Riviera entführen. Dabei darf ich Ihnen eine Hoteldiva in den Dolomiten, eine alpine Bauhausikone in Seefeld und ein traditionelles Gasthaus mit Anwendungen im Großen Walsertal und ihre Geschichten ans Herz legen.
Der James Dean der Märtyrergeschichte
Die Legende des heiligen Sebastian war über die Jahrhunderte ein beliebtes künstlerisches Bildmotiv. Dabei wuchsen Sebastian immer mehr Rollen zu – vom standhaften Soldaten und Christen, der für seinen Glauben bereit war, in den Tod zu gehen, bis zum schönen leidenden Mann, der nicht nur Frauen, sondern auch Männer anzog.



