Gerald A. Matt

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Gerald A. Matt

Kunstmanager, Publizist und Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst Wien

Mae west: I have to get rid of these wet clothes and slip into a dry martini

Kultur | 04.06.2016

Der Dry Martini, kurz „Martini“ genannt, ist der König der Cocktails. So einfach dessen Zubereitung scheint – Gin oder Wodka, französischer Noilly Prat oder italienischer Vermouth, geschüttelt oder gerührt, so selten erhält man einen exzellenten Martini serviert. James Bond mochte ihn geschüttelt, nicht gerührt, was Somerset Maugham als ein Sakrileg betrachtete. Und der Filmemacher Luis Buñuel verglich ihn gar mit der jungfräulichen Empfängnis. Gerald Matt stellt Ihnen seinen Lieblingsdrink vor und gibt Ihnen die richtigen Adressen, um seine Leidenschaft zu teilen.

Das Comeback der lieben Grüße

Gesellschaft | 07.05.2016

Seit seiner Studentenzeit schreibt Gerald Matt Postkarten an sich selbst, die inzwischen zu einer umfangreichen Sammlung, zu einer Art Reisetagebuch mit kurzen Anekdoten und Erlebnissen angewachsen sind. Matt interessiert sich auch für die Geschichte der Postkarte und ist fest vom Comeback dieses ein wenig aus der Mode gekommenen Kommunikationsmittels überzeugt.
Denn für ihn manifestiert sich in der Postkarte ein poetischer Widerstand zur rasenden Kommunikation unserer Tage. Voltaire sah bereits voraus: „Die Post ist die Trösterin des Lebens, denn sie verwandelt Abwesende in Gegenwärtige.“

„Ohne Engel und Dämonen im Kopf kann man kein Künstler sein“

Kultur | 02.04.2016

Marilyn Manson, in erster Linie als Skandalrocker bekannt, beschäftigt sich in seiner eindringlichen, zwischen Sensibilität und Aggression changierenden bildnerischen Arbeit mit Themen und Motiven der Gewalt und des Bösen, mit Verbrechen, Schmerz, Verlust und Verzweiflung. Gerald A. Matt traf Marilyn Manson mehrfach zu Gesprächen und führte unter anderem ein Interview mit ihm über Gott, Kunst und die Welt. Matt kuratierte auch mehrere Ausstellungen mit malerischen und zeichnerischen Arbeiten von Marilyn Manson.

Hommage an Kurt Kalb

Kultur | 05.03.2016

1935 als Sohn des Vorarlberger Installateurmeisters Erwin Kalb geboren, wurde Kurt Kalb eine der schillerndsten Persönlichkeiten der jüngeren österreichischen Kunstgeschichte, der als Kunsthändler und Galerist die Wiener Kunstszene, insbesonders die Aktionisten, und später auch Künstler wie Beuys und Kippenberger förderte und prägte. Kalb machte sich 1955 selbstständig. 1972 eröffnete er in Wien die legendäre Galerie Grünangergasse, aus der später die Galerie Kalb in der Bäckerstraße wurde. 1974 lernte Kurt Kalb die Kunsthistorikerin Evelyn Oswald kennen und gründete gemeinsam mit ihr das mittlerweile genauso legendäre Künstlerlokal „Oswald & Kalb“. Seit geraumer Zeit hat sich Kurt Kalb ins ländliche Oed zurückgezogen. Bei seinen raren Besuchen Wiens erweist er sich nach wie vor als scharfsinniger Beobachter der Wiener Kunstwelt und grandioser Geschichtenerzähler, der bei aller Fabulierlust ein Mann voller Geheimnisse geblieben ist. Kurt Kalb erhielt das Goldene Ehrenzeichen des Landes Wien. Das folgende Gespräch und der von Kurt Kalb geschriebene Lebenslauf seien als Hommage an eine große (Vorarlberger) Persönlichkeit verstanden.