Gerald A. Matt

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Gerald A. Matt

Kunstmanager, Publizist und Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst Wien

Hommage an Kurt Kalb

Kultur | 05.03.2016

1935 als Sohn des Vorarlberger Installateurmeisters Erwin Kalb geboren, wurde Kurt Kalb eine der schillerndsten Persönlichkeiten der jüngeren österreichischen Kunstgeschichte, der als Kunsthändler und Galerist die Wiener Kunstszene, insbesonders die Aktionisten, und später auch Künstler wie Beuys und Kippenberger förderte und prägte. Kalb machte sich 1955 selbstständig. 1972 eröffnete er in Wien die legendäre Galerie Grünangergasse, aus der später die Galerie Kalb in der Bäckerstraße wurde. 1974 lernte Kurt Kalb die Kunsthistorikerin Evelyn Oswald kennen und gründete gemeinsam mit ihr das mittlerweile genauso legendäre Künstlerlokal „Oswald & Kalb“. Seit geraumer Zeit hat sich Kurt Kalb ins ländliche Oed zurückgezogen. Bei seinen raren Besuchen Wiens erweist er sich nach wie vor als scharfsinniger Beobachter der Wiener Kunstwelt und grandioser Geschichtenerzähler, der bei aller Fabulierlust ein Mann voller Geheimnisse geblieben ist. Kurt Kalb erhielt das Goldene Ehrenzeichen des Landes Wien. Das folgende Gespräch und der von Kurt Kalb geschriebene Lebenslauf seien als Hommage an eine große (Vorarlberger) Persönlichkeit verstanden.

„Unmögliches darf man von niemandem verlangen“

Gesellschaft | 05.12.2015

Diesmal unterhielt sich Gerald Matt mit Bundespräsident Heinz Fischer, der als Vollblutpolitiker ein Leben in der Politik und für die Politik verbracht hat. Er hat nahezu alle wichtigen Ämter dieses Staates bekleidet: zuerst Clubsekretär, dann Abgeordneter im Parlament, Clubobmann der SPÖ, Wissenschaftsminister, stellvertretender Parteivorsitzender der SPÖ und Parlamentspräsident. Seit 2004 ist Fischer Bundespräsident. Heinz Fischer ist Politiker und, das ist ja heute in der Politik eine Seltenheit geworden, auch Intellektueller. Sein Leben und seine Karriere sind ein Spiegel der Geschichte der zweiten Republik. Und Heinz Fischer versteht zu erzählen.

„Letzte Lockerung“

Kultur | 06.11.2015

Diesmal lege ich Ihnen eines meiner Lieblingsbücher ans Herz: „Letzte Lockerung, oder ein Handbrevier für Hochstapler oder solche, die es werden wollen.“ Das legendäre dadaistische Manifest von Walter Serner ist eine ebenso zynische wie hochvergnügliche Absage an die Werte einer durch die Gräuel des ersten Weltkriegs diskreditierten bürgerlichen Gesellschaft und gleichzeitig ein Plädoyer für ein von gesellschaftlichen Konventionen befreites Leben voller Abenteuer und Über­raschungen, ein Buch, in dem die Welt Kopf steht, ein Hund eine Hängematte ist, Weltanschauungen Vokabelmischungen sind und an dessen Ende Serner dem Kosmos einen Tritt verpasst.

„Zahlen haben keine Mundart“

Kultur | 03.10.2015

Gerald Matt sprach mit Siegfried Menz, dem erfolgreichen Chef des Brauerei- Konzerns Ottakringer. Der Vorarlberger Menz entstammt der Mohrenbräu-Familie und ist nicht nur ein leidenschaftlicher Bierbrauer , sondern auch ein engagierter Freund von Kunst und Kultur. Mit scharfer Kritik an den politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen in unserem Land erweist sich Menz auch als kritischer und besorgter Bürger.