Christoph Jenny

Direktor der Wirtschaftskammer Vorarlberg

(Foto: © Dietmar Walser)

Zukünftig international und gegenwärtig innovativ

November 2021

Ohne internationale Vernetzung kann unser Wirtschaftsstandort nicht funktionieren. Wirtschaft, Menschen und Region leben von und mit dieser Vernetzung. Es ist daher längst an der Zeit, diesen internationalen Anschluss auch mit entsprechenden Maßnahmen im heimischen Bildungssystem weiter zu stärken. Eine von der Wirtschaftskammer und der IV in Auftrag gegebene Studie bestätigt nun ganz aktuell den konkreten Bedarf an einer Internationalen Schule. Aus der Studie geht hervor, dass sich die Unternehmen deutlich für ein internationales Angebot in Vorarlberg aussprechen, und prognostizieren, dass der Bedarf zukünftig auch steigen wird. Es zeigt sich, dass nicht nur Kinder internationaler Fachkräfte, sondern auch Kinder von Vorarlberger Eltern als Zielgruppe eines derartigen Angebots relevant erscheinen. Momentan haben wir ein bilinguales Stückwerk in Vorarlberg. In einzelnen Schulen gibt es zwar Angebote, in denen manche Fächer bilingual unterrichtet werden, aber das ist nicht das, was unter einer Internationalen Schule zu verstehen ist.
Die nächsten Schritte werden daher konkrete Gespräche mit dem Land Vorarlberg und der Bildungsdirektion sein. Dabei werden wir auf die Ergebnisse der Studie zurückgreifen, Experten mit ins Boot holen und uns mit internationalen Schulen austauschen, die in Österreich bereits erfolgreich sind.
Ziel ist es, eine Schule zu haben, die einerseits dem internationalen Anspruch gerecht wird und andererseits aber ein modernes pädagogisches Konzept aufweist. Dabei können wir auf wertvolle Erfahrungen zurückgreifen, die wir in der Vergangenheit bei der Betreuung von Mittelschulen gesammelt haben. Es ist also ein wichtiger Aspekt, modernste Pädagogik miteinzubringen. Das wird unser bewährtes Konzept werden, der Blick über den Tellerrand hinaus. Wie sehr sich so eine Horizonterweiterung bezahlt macht, beweist der Österreichische Staatspreis „Innovative Schulen“ 2020/21 für die Harder „Schule am See“. Eine großartige Auszeichnung für eine großartige Schule. Laut Jury besticht die Schule durch viele herausragende Ansätze und Konzepte, wie etwa jahrgangsübergreifende Lernformen, freie Lernphasen in Lernbüros oder Lernentwicklungsberichte sowie Lernentwicklungsgespräche, aber vor allem durch das perfekt abgestimmte Zusammenspiel eben dieser in einer Gesamtstrategie. Diese von der Jury gelobte Gesamtstrategie fußt, initiiert von der Wirtschaftskammer, auf einer umfassenden Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Leiter der preisgekrönten IGS Göttingen, Wolfgang Vogelsaenger, und auf einer wissenschaftlichen Begleitung durch die Universität Göttingen.

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