Herbert Motter

Im Rückspiegel

Mai 2026

Vorarlbergs Wirtschaft im April 2026.

Das Logistikunternehmen Gebrüder Weiss hat sein neues Logistik- und IT-Center in Wolfurt feierlich eingeweiht. Laut eigenen Angaben sei es das „bedeutendste Bauprojekt in der Unternehmensgeschichte“ – die Investitionen belaufen sich auf rund 100 Millionen Euro. Das Logistik- und IT-Center weist eine Gesamtfläche von rund 31.000 Quadratmetern auf. Neben einem automatisierten Hochregallager mit 68.000 Palettenplätzen umfasst der Standort ein manuelles Lager sowie ein dreigeschossiges Bürogebäude mit rund 400 Arbeitsplätzen. Im Hochregallager können pro Stunde bis zu 160 ein- und 200 Paletten ausgelagert werden.

Die Vorarlberger Sparkassen haben im Geschäftsjahr 2025 das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) um 1,9 Prozent steigern können, während das Betriebsergebnis um 14,7 Prozent sank. Bei den Spareinlagen verzeichnete man einen Rekord, besonders stark entwickelten sich die Wohnraumfinanzierungen.

Im 50. Jubiläumsjahr erzielte Liebherr Nenzing 2025 mit 746,6 Millionen Euro einen neuen Umsatzrekord. Dies entspricht einer deutlichen Steigerung von 6,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch bei den Auftragseingängen wurde ein Rekordstand erreicht, was für einen außergewöhnlich soliden Auftragsbestand sorgt. Mit einer traditionell hohen Exportquote von rund 99 Prozent unterstreicht die Liebherr-Werk Nenzing GmbH ihre starke internationale Ausrichtung.

Getzner Werkstoffe baut die internationale Präsenz weiter aus und hat vor kurzem einen neuen Produktionsstandort in Baramati in Indien eröffnet. Mit dem Werk stärkt das Unternehmen die Kundennähe im Bahn- und Transitbereich, verkürzt Lieferwege und schafft zusätzliche Kapazitäten für den indischen Markt. Die neue Produktionsstätte ist Teil der „Make-in-India-Initiative“.

Der wirtschaftlich angeschlagene Wäschehersteller Wolford will offenbar in Vorarlberg bleiben. Wie die Wirtschaftspresseagentur berichtet, sucht das Unternehmen mit Stammsitz in Bregenz derzeit nach zwei neuen Standorten für die Produktionsbereiche Strickerei und Wäscherei. Bis spätestens April 2027 soll der Umzug abgeschlossen sein.

Die Doppelmayr Gruppe kann erneut eine beeindruckende Projektbilanz vorweisen. Im vergangenen Jahr hat der Seilbahnhersteller weltweit 84 Neuanlagen an Kunden übergeben. Regional führt Europa das Ranking mit 55 Neuanlagen an. Es folgen Nordamerika (17), Asien (8), Ozeanien (3) und Südamerika (1).

Ölz der Meisterbäcker setzt ein deutliches Zeichen für verantwortungsvolle Unternehmensführung und veröffentlicht erstmals eine freiwillige Nachhaltigkeitsberichterstattung auf Grundlage der CSRD (Basisjahr 2024). Seit mehr als 85 Jahren verbindet das Familienunternehmen wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer und sozialer Verantwortung.

Glas Müller investiert am Firmenstammsitz in Frastanz. Bis zum Sommer fließen rund 700.000 Euro in eine neue Isolierglasanlage, ein vollautomatisches Glaslager und den Fuhrpark. Das in fünfter Generation von den Geschwistern Andreas und Claudia Müller geführte Unternehmen investiert gegenwärtig in Maschinen und Anlagen am Stammsitz.

Der zur Huppenkothen GmbH und damit zur Firmengruppe i+R gehörende Baumaschinen- und Baugeräte-Vermieter DIGANDO GmbH hat in der jüngeren Vergangenheit einen Wechsel in seiner Geschäftsstrategie vollzogen. Neben dem Betrieb der Online-Vermietplattform soll jetzt verstärkt auch die dahinterstehende Software unabhängig davon vermietet werden.

Im Ortszentrum der Marktgemeinde Hard dürfte in naher Zukunft ein bedeutendes Immobilienprojekt anlaufen. Der Rankweiler Projektentwickler INSIDE96 GmbH hat die Planungsphase für das Gelände des früheren Gasthauses Löwen abgeschlossen. Unter dem Namen „LÖWE + CO“ beginnt nun die Vermarktung des Bauprojekts. Als Projektträger fungiert die HS56-Immobilien GmbH, die vollständig im Besitz von Inside96 steht.

Am Haberkorn-Standort in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) entsteht westlich des bestehenden Hochregallagers ein mehrgeschossiges Logistikzentrum mit rund 13.000 Quadratmetern zusätzlicher Fläche. Herzstück des Ausbaus ist ein modernes zweigeschossiges Autostore-System mit rund 175.000 Behältern, das künftig für effizientere Materialflüsse sorgen wird. Die Inbetriebnahme des Behälterlagers ist für Ende 2026 vorgesehen, der Vollbetrieb ist für Ende 2027 geplant. Insgesamt investiert Haberkorn rund 60 Millionen Euro.

Im Wirtschaftsjahr 2025/26 hat das junge Holzbau-Unternehmen Wood­Rocks Bau GmbH aus Bregenz zwölf drei- bis viergeschossige Gebäude in serieller Holzbauweise produziert, vor Ort montiert und an die Bauherren übergeben – überwiegend in Baden-Württemberg und Bayern. Die Projekte umfassen sozialen Wohnungsbau, Unterkünfte für Geflüchtete sowie gemischte Nutzungen für Auszubildende und Studierende. Abnehmer sind Kommunen, gemeinnützige Projektentwickler und private Bauträger.

Der Verkehrsverbund Vorarlberg startet gemeinsam mit der Stadt Dornbirn das erste stationsbasierte Leihradsystem des Landes als zweijähriges Pilotprojekt mit rund 20 Stationen und 100 Fahrrädern im Stadtgebiet. Ermöglicht wird VMOBIL Rad durch die enge Zusammenarbeit von öffentlicher Hand und regionaler Wirtschaft.

„Lange Nacht der Forschung“ (LNF) in ein Fest der Wissenschaft. An neun Standorten in Dornbirn und Lustenau (30 interaktiven Stationen) – von den Laboren und Räumlichkeiten der FHV bis hin zu den Innovationszentren internationaler Marktführer wie Doppelmayr, HENN und Blum – wurden komplexe Algorithmen, nachhaltige Energielösungen und innovative Durchbrüche zum Greifen nah.

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