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Warum ist eine Zusammenarbeit so schwer?

Die Welt verändert sich so rasch wie nie zuvor, die Digitalisierung entwickelt sich exponentiell. Die neuesten Entwicklungen sind meist ein Ergebnis vom Zusammenführen von bestehenden Alltäglichkeiten mit der digitalen Welt. Generell gilt es: Was kann wie digitalisiert werden und was bringt das für einen Vorteil für die Kunden? Es wird in Zukunft daher immer wichtiger, die unterschiedlichen Player zusammenzubringen. Vorarlberg war einmal ein großes Textilland und in der Blütezeit hat man es verabsäumt, rechtzeitig auf die Bedrohungen zu reagieren. Vermutlich hätte man es abwenden können, wenn man die Zusammenarbeit gesucht und gemeinsame Entwicklungen vorangetrieben hätte. In der Hochzeit war aber kein Druck vorhanden, etwas zu ändern und dann ging es einfach zu schnell nach unten. Zudem war vermutlich der Wettbewerbsdruck zu groß. Es war einfach das eigene Hemd näher als der Rock. Die jetzige Situation ist ähnlich. Die Wirtschaft brummt. Es besteht eigentlich kein Grund, etwas zu ändern; es ist kein Druck vorhanden. Mit dem wesentlichen Unterschied, dass die Digitalisierung alle unsere Bereiche ordentlich verändern wird. Einmal mehr heißt daher das Gebot der Stunde: Zusammenarbeit. Warum ist das aber so schwer? Viele gut gemeinte Initiativen scheitern, weil die Gruppen zu groß sind. Es muss eine Vertrauensbasis mit einer hohen Wertschätzung untereinander geschaffen werden. Die Fähigkeit, sich in den anderen hineinzuversetzen, um auf neue Lösungen zu kommen, unterstützt derartige Prozesse ungemein. Wichtig dabei ist, dass das Gemeinsame im Mittelpunkt steht; ein Rosinenpicken funktioniert dabei nicht. Vorarlberg hat durch die „Kleinheit“ den großen Vorteil, dass das Zusammenkommen und das Sich-Verstehen bereits gut funktioniert. Am Rest muss noch gearbeitet werden. Nutzen wir doch gemeinsam die sich bietenden Möglichkeiten.

08.10.2018

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Robert Sturn

Vorstandsdirektor der Vorarlberger Landesversicherung (VLV)

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