Kunstmanager, Publizist und Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst Wien
Gerald A. Matt
„Ich habe das Glück gehabt, so viele Leben zu leben“
Gerald Matt sprach mit Arik Brauer über sein Leben und Werk, seine Erlebnisse während des Dritten Reiches und wieder wachsenden Antisemitismus. Der Phantastische Realist ist einer der bekanntesten österreichischen Maler. Der vielseitige Künstler ist auch Autor, Grafiker, Dichter, Bühnenbildner, war Balletttänzer und zählt als politischer Liedermacher auch zu den Gründern des Austropop. Während sein jüdischer Vater durch das NS-Regime ermordet wurde, entkam Arik Brauer als Kind selbst mit viel Glück einer Deportation ins KZ und erlebte die Befreiung Wiens im Versteck als sogenanntes „U-Boot“. Mit seinen Ansichten zu Politik und Gesellschaft sorgte der Querdenker zuletzt wieder für Kontroversen.
Dior und der „New Look“
Gerald Matt besuchte die große Hommage für Christian Dior, „The exhibition Christian Dior: Designer of Dreams“ im Londoner Victoria and Albert Museum. Die sensationelle Ausstellung, deren Konzeption, Dramaturgie und Qualität der Objekte Matt zutiefst beeindruckte, ist noch bis 14. Juli zu sehen.
Die Ausstellung zeigt, dass Dior viel mehr als bloß
Mode machte, indem er der Kultur und dem Zeitgeist einer Epoche Form und Schönheit schenkte.
Nach der bahnbrechenden Ausstellung „Alexander McQueen: Savage Beauty“ (2015) zeigt das V&A, was ein Museum für angewandte Kunst zu leisten vermag, ein Vorbild für das an Orientierungs- und Visionslosigkeit krankende Wiener MAK.
Cowboys die with their boots on
Im Buch „Maximen und Reflexionen zu verschiedenen Themen der Moral und Politik“ des französischen Adeligen Pierre Marc Gaston Duc de Lévis fällt der Satz: „
Paul Albert Leitners Reise nach Tirol – oder über die Ferne der Nähe
Wenn Gerald Matt über den Künstler und Fotografen Paul Albert Leitner schreibt, schreibt er auch ein wenig über sich selbst.




