Kunstmanager, Publizist und Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst Wien
Gerald A. Matt
„Architektur gleicht einem Eisberg: Der gefährliche Teil ist unsichtbar“
Gerald A. Matt sprach mit Wolf D. Prix (76), dem wohl international erfolgreichsten österreichischen Architekten. Prix, 1968 Mitgründer der Architektengruppe „Coop Himmelb(l)au“, ist ein streitbarer Geist und ein interessanter Gesprächspartner, der im Zusammenhang mit Architektur auch immer wieder engagiert Stellung zu politischen und gesellschaftlichen Fragen nimmt.
Über meinen Maigret
Gerald Matt berichtet über seine tiefe Zuneigung zu dem meistgelesenen, meistübersetzten, meistverfilmtem, kurzum, zu dem wohl erfolgreichsten, aber stets unterschätzten Autor des 20. Jahrhunderts, dem Vielschreiber und Lebemann Georges Simenon. Autoren wie Andre Gide, Henry Miller, Alfred Andersch, Walter Benjamin oder Kurt Tucholsky zählten zu seinen Verehrern. Jean Amery sprach vom „Phänomen Simenon“.
„Ich bin verdammt zum Menschsein, der Rest ist Affentheater“
Gerald A. Matt sprach anlässlich des Europäischen Forums Alpbach mit dem Vorarlberger Aktionskünstler Flatz, der seit Jahren in München lebt und arbeitet. Der documenta-Teilnehmer (1992) sorgte mit provokanten und oft riskanten Kunstaktionen und Performances, in denen er seinen Körper zum künstlerischen Material machte, für internationales Aufsehen. Seinen Körper ziert passend zu seiner künstlerischen Haltung eines seiner Lebensmottos: „MUT TUT GUT“.
Die Sehnsucht der Fotografin
Das Flatz Museum zeigt als erstes Museum – noch bis 13. Jänner 2018 – Arbeiten von Elfie Semotan zum Thema Stillleben. Gerald Matt ist Kurator der Ausstellung von Österreichs wohl international bekanntester Fotografin. Er findet, dass die Künstlerin ihre Meisterschaft und Sensibilität in der Porträtfotografie in ihren Stillleben fortführt und mit ihrem sensiblen Blick auf das Alltägliche letztlich als Abwesende sich selbst und ihr Leben ins Bild setzt. Ein Text zu Stillleben, Leben und Werk von Elfie Semotan.




