Kunstmanager, Publizist und Gastprofessor an der Universität für angewandte Kunst Wien
Gerald A. Matt
„Ich bin verdammt zum Menschsein, der Rest ist Affentheater“
Gerald A. Matt sprach anlässlich des Europäischen Forums Alpbach mit dem Vorarlberger Aktionskünstler Flatz, der seit Jahren in München lebt und arbeitet. Der documenta-Teilnehmer (1992) sorgte mit provokanten und oft riskanten Kunstaktionen und Performances, in denen er seinen Körper zum künstlerischen Material machte, für internationales Aufsehen. Seinen Körper ziert passend zu seiner künstlerischen Haltung eines seiner Lebensmottos: „MUT TUT GUT“.
Die Sehnsucht der Fotografin
Das Flatz Museum zeigt als erstes Museum – noch bis 13. Jänner 2018 – Arbeiten von Elfie Semotan zum Thema Stillleben. Gerald Matt ist Kurator der Ausstellung von Österreichs wohl international bekanntester Fotografin. Er findet, dass die Künstlerin ihre Meisterschaft und Sensibilität in der Porträtfotografie in ihren Stillleben fortführt und mit ihrem sensiblen Blick auf das Alltägliche letztlich als Abwesende sich selbst und ihr Leben ins Bild setzt. Ein Text zu Stillleben, Leben und Werk von Elfie Semotan.
Die Reise oder über die Kunst des Entschwindens
Gerald Matt liebt das Unterwegssein; ankommen, um abzureisen, lautet seine Devise. Für ihn ist die Reise auch eine Kunst des Entschwindens; ein schönes, aber untaugliches Mittel, der vergehenden Zeit zu entkommen. Von der Geschichte des Reisens, von Hoffnung und Enttäuschung, Hotels und einer Bordkapelle handelt sein Text.
Eine Form des Widerstandes gegen die allgegenwärtige Gewalt
Die iranisch-amerikanische Künstlerin und Filmemacherin Shirin Neshat (60) setzt sich in ihrem Werk vor allem mit der Rolle der Frau in der muslimischen Welt auseinander. Mit der Fotoserie „Women of Allah“ gelang ihr der Durchbruch, mit ihrem Spielfilm „Women Without Men“ gewann sie den Regiepreis der Filmfestspiele Venedig. Die von ihr für die Salzburger Festspiele inszenierte Oper „Aida“ mit Riccardo Muti und Anna Netrebko wurde zum Opernereignis des Jahres. Gerald Matt sprach mit Shirin Neshat, deren Arbeit er Anfang nächsten Jahres gemeinsam mit Thomas Häusle im Kunstraum Dornbirn präsentieren wird.



