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So zukunftsfit sind Vorarlbergs Bezirke

Bludenz platziert sich auf Rang zwei beim Zukunftsranking der österreichischen Bezirke. Dornbirn und Feldkirch finden sich noch im vorderen Drittel. Der Bezirk Bregenz landet etwas abgeschlagen auf Platz 41.

Für die 8,7 Millionen Österreicherinnen und Österreicher sind die Bezirke der unmittelbare Lebens- und Arbeitsraum und damit die Grundlage der regionalen Identität. In Österreich gibt es 94 Bezirke, davon 15 Statutarstädte, die in ländlichen Regionen, im Umfeld von städtischen Ballungsräumen liegen oder urbane Zentren darstellen. Welche Perspektiven haben nun diese 94 Bezirke in Österreich und wie gut sind sie auf die Zukunft vorbereitet? Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Linzer Beratungsunternehmen „Pöchhacker Innovation Consulting“, das auf wirtschafts-, forschungs- und innovationspolitische Fragestellungen im regionalen, nationalen und internationalen Kontext spezialisiert ist. Erstmals wurde ein Zukunftsranking erstellt, das sich an 38 Kennzahlen in vier richtungsweisenden Themenkomplexen wie Demografie, Arbeitsmarkt, Wirtschaft und Innovation sowie Lebensqualität orientiert. „Ein ganz entscheidender Faktor ist die Entwicklungsdynamik der vergangenen Jahre, die sich natürlich auf die Zukunftsaussichten auswirkt“, betont Johannes Scherk von Pöchhacker.

Gewinner des österreichweiten Rankings ist der Bezirk Krems an der Donau, der von allen Bezirken die beste Gesamtbewertung aufweist. Krems liegt in den Bereichen Demografie, Lebensqualität sowie Wirtschaft und Innovation jeweils im Spitzenfeld, und auch bei den Arbeitsmarktdaten befindet sich der Bezirk im vorderen Bereich.

Vorarlbergs Bezirke

Vorarlberg erreicht mit allen vier Bezirken sehr unterschiedliche Platzierungen im österreichweiten Vergleich. Während Bludenz sogar einen Top-2-Platz schafft, liegt Dornbirn mit dem 16. Rang noch im Spitzenfeld. Der Bezirk Feldkirch kommt im Österreichvergleich an die 21. Stelle, Bregenz gar nur auf Platz 41. Allerdings punkten die Vorarlberger Regionen bei der Demografie (Geburtenrate, Anteil der jungen Erwachsenen im Alter von 15 bis 29 Jahren an der Gesamtbevölkerung sowie beim Zuzug junger Erwachsener). Hier liegen alle Bezirke deutlich über dem Österreichdurchschnitt.

Bludenz

Bludenz liegt an zweiter Stelle der Reihung und zeigt in allen Bereichen eine gute Position beziehungsweise Entwicklung. Besonders gut schneidet der Bezirk in den Bereichen Demografie und Lebensqualität ab. Bei sechs Indikatoren liegt er unter den Top Ten in Österreich, so wurde etwa die Zahl der Beschäftigten im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie zwischen 2012 und 2015 um 117 Prozent gesteigert. Im Demografie-Ranking belegt Bludenz den dritten Platz. Dies liegt vor allem daran, dass die bereits hohe Geburtenrate noch weiter gestiegen ist, positiv wirkte sich auch der starke Zuzug junger Erwachsener in den letzten Jahren aus, nachdem diese Bilanz zuvor negativ war.

Dornbirn

Zweitbester Bezirk Vorarlbergs ist Dornbirn mit Platz 16. Der Bezirk zeichnet sich insbesondere durch sehr gute Ergebnisse bei den Indikatoren zur Lebensqualität (Rang 7) aus, die sich etwa durch die hohe Anzahl und den Ausbau der Kindertagesstätten begründen.

Feldkirch

Der Bezirk Feldkirch liegt im Österreichvergleich an 21. Stelle. Die besondere Stärke der Region liegt in der sehr guten Platzierung bei der Lebensqualität (Rang 2), so wird etwa die Versorgung mit Kindertagesstätten (Platz 5) als gut bewertet. Bei den Wirtschafts- und Innovationsindikatoren sowie den Arbeitsmarktindikatoren befindet sich Feldkirch weitgehend im Österreichdurchschnitt.

Bregenz

Die Landeshauptstadt Bregenz liegt im Gesamtranking auf dem 41. Platz und damit noch knapp in der vorderen Hälfte aller Bezirke. Die beste Platzierung zeigt Bregenz bei der Demografie (Rang 26), dies ist vor allem auf die österreichweit zehntbeste Entwicklung des Wanderungssaldos junger Erwachsener seit 2013 zurückzuführen. Aufholpotenzial wird Bregenz im Bereich Wirtschaft und Innovation – etwa bei den Gründungen oder der Unternehmensdichte – attestiert.

07.04.2018

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