Chefredakteur "thema vorarlberg" (andreas.duenser@themavorarlberg.at)
Andreas Dünser
Von bedrohten Ordnungen
Vom Sturm auf Konstantinopel im Jahr 626 bis hin zu den Terroranschlägen des 11. Septembers: Wissenschaftler an der Universität Tübingen erforschen seit sieben Jahren „Bedrohte Ordnungen“ – mit dem Ziel, aus historischen Krisen Erkenntnisse abzuleiten, wie Menschen typischerweise mit Bedrohungsszenarien umgehen. Althistoriker Mischa Meier (47), Sprecher des Sonderforschungsbereichs, sagt im Interview: „Das Existenzielle einer Bedrohung ruft Reaktionsmuster hervor, die sich über die Zeiten und Räume hinweg vergleichend analysieren lassen.“ Die Ergebnisse könnten zur „Relativierung des Alarmismus“ der heutigen Zeit beitragen.
Wir warten auch
Die Präsidenten der neun österreichischen Landtage eilten dieser Tage zu einer Konferenz nach Kärnten und stellten dort erschüttert fest: Das Vertrauen in di
„Es gibt keinen echten Generationenvertrag“
Bevölkerungsforscher Rainer Münz (64), Berater von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, skizziert im Interview Herausforderungen in einer Gesellschaft, in der der Anteil der Älteren immer größer wird.
Ein Land im demografischen Wandel
Ein morgen in Vorarlberg geborenes Mädchen wird eine durchschnittliche Lebenserwartung von über 100 Jahren haben. Vorarlberg im demografischen Wandel bedeutet aber vor allem eines: Bei einer insgesamt wachsenden Bevölkerung wird es künftig – anteilsmäßig – wenig Junge, aber immer weniger Erwerbstätige und deutlich mehr Pensionisten geben. Der Umgang mit älteren Menschen wird also zu einem entscheidenden Faktor für Vorarlberg. Und in der Pensionsfrage gilt, wieder einmal, ein skandinavisches Land als Vorbild.



