Angesichts der Weltlage zeichnet sich eine Wehrdienstverlängerung ab. Auch materiell wird das Bundesheer verstärkt, anderen Staaten Europas folgend. Die Neigung zum Militär scheint indes im Ländle ähnlich mäßig wie just in Wien.
Vor vielen Jahren, an einem schneereichen Wochenende im Februar, machte ich im Burgenland eine Entdeckung. Ich fuhr fadisiert durch die triste Gegend nahe Neusiedl im Grenzraum zu Ungarn und der Slowakei, als neben der Landstraße eine Holztafel erschien. Darauf stand: „Zum Vorarlberger Funken“.
In einem Nest namens Deutsch Jahrndorf traf ich auf Soldaten. Und die schwätzten Vorarlbergerisch! Das Jägerbataillon 23 aus Bludesch hielt damals, 2004, Wacht an der Ostgrenze und brannte in dem 600-Seelen-Dorf an jenem Sonntag zum Gaudium der Einheimischen einen Funken ab. Ich sah Kisten mit Ländle-Bier, redete mit Offizieren und Rekruten, konnte aber bis zum Anzünden nicht bleiben. Im März schaute Vizekanzler Hubert Gorbach bei den mehr als 500 Soldaten vorbei – aus „dem Vorarlberg“, wie es in einem Text des Militärkommandos Burgenland hieß. Zur Aufmunterung brachte er Käs und Bier aus V mit.
Derzeit wird viel übers Heer geredet. Angesichts weltpolitischer Ereignisse (Kriege in der Ukraine und Nahost, neue Kriegstechniken, Terror etc.) dämmert es immer mehr Leuten, dass beim Militär viel nachzuholen ist. Das gilt für ganz Europa.
Es sprach sich sogar bis zu Linken und Grünen herum, bis hinauf zu Alexander Van der Bellen. Als